Geothermische Stromerzeugung
So genannte Zonen geothermischer Aktivität, mit Temperaturen über 150 °C können direkt zum Antreiben einer Turbine genutzt werden. In Deutschland liegen allerdings die üblichen Temperaturen geologischer Warmwasservorkommen niedriger. Lange Zeit wurde Thermalwasser daher ausschließlich zur Wärmeversorgung im Gebäudebereich genutzt.
Neu entwickelte Technologien ermöglichen allerdings eine Nutzung von Temperaturen schon ab 80 °C zur Stromerzeugung. Diese arbeiten mit einem organischen Medium, das bei relativ geringen Temperaturen verdampft. Dieser heiße Dampf treibt über eine Turbine den Stromgenerator an.
Das erste geothermische Kraftwerk in Deutschland ist 2004 in Mecklenburg-Vorpommern als Erweiterung des bereits 1994 errichteten geothermischen Heizwerks in Betrieb genommen worden.
Die elektrische Leistung des Geothermie-Kraftwerks Neustadt-Glewe beträgt bis zu ~200 kW. Aus einer Tiefe von ca. 2250 Metern wird etwa 97 °C heißes Wasser gefördert und zur Strom- und Wärmeversorgung genutzt.